Ort gelebter Demokratie!

Kinder und Jugendliche gestalten die Offene Kinder- und Jugendarbeit entscheidend mit. Die Einübung demokratischen Handelns ist Ziel und Praxis Offener Arbeit. Partizipation ist von den Fachkräften mit einer offenen Haltung zu gestalten. Offene Kinder- und Jugendarbeit bietet informelle und formelle Beteiligungsformen, die teils als Recht verankert werden müssen. Demokratie wird durch Unterstellung von Mündigkeit und die Praxis demokratischen Handelns gelernt. Gelebte Partizipation ist hochgradig wirksame Bildung. (Tür auf – Kinder und Jugend jetzt! Positionen der AGOT-NRW für eine starke Offene Kinder- und Jugendarbeit, Düsseldorf 2019)
Kinder und Jugendliche sind nicht nur Adressat*innen Offener Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), sondern gestalten und verantworten dieses Arbeitsfeld entscheidend mit. OKJA ist offen für alle Anliegen von Kindern und Jugendlichen. Dies ergibt sich zwingend aus ihrer Struktur, zu deren zentralen Pfeilern Offenheit und Freiwilligkeit der Teilnahme gehören. Freiwilligkeit schafft automatisch Partizipativität. Eine Missachtung der Bedürfnisse der Zielgruppe führt unweigerlich zum Wegbleiben der Kinder und Jugendlichen. Die Motivation der Kinder und Jugendlichen zum Besuch der Einrichtungen ist jedoch nicht, sich demokratisch oder selbstbestimmt einzubringen, sondern vielmehr ihre Freizeit zu verbringen und Freunde zu treffen. Partizipation im Sinne von Teilhabe und Teilnahme passiert in der Regel somit nebenbei und ist von den Fachkräften anzuregen, aufzugreifen, zu organisieren, zu gestalten und zuzulassen.

Partizipation als ein einforderbares Recht

Träger und Fachkräfte müssen fortwährend reflektieren, wie und inwieweit sie junge Menschen in die Abläufe und Entscheidungen aktiv einbinden. Sie tragen Verantwortung dafür, dass demokratische Prozesse, Teilhabe und die Selbstorganisation junger Menschen möglich sind und erprobt werden können. Dies erfordert eine offene Haltung, Beobachten und Verstehen seitens der Fachkräfte sowie ausreichend Zeit für den Aufbau intensiver und längerfristiger Beziehungen.

Im Laufe des Projekts sammeln wir allerlei Wissenswertes, hilf- und leerreiches Rund um das Thema `Partizipation`. Hierfür haben wir eigens einen "Methodenkoffer" gebaut in dem alle Informationen hinterlegt sind.
Dort sammeln wir, auch im Sinne einer Ergebnissicherung im Projekt, alles was sich im Projektverlauf an Erkenntnissen, good und best practice Beispielen angesammelt hat. (Dieser Service steht vorerst nur teilnehmenden Einrichtungen zur Verfügung!).

http://wir-machen-das.agot-nrw.de

. Ein Grundpfeiler der Demokratie ist, dass alle mitbestimmen können. Ernst gemeinte Teilhabe für Kinder und Jugendliche geht aus unserer Sicht weit über die Abstimmung von Vorschlägen der Erwachsenen“ hinaus. Statement (Auszug) Falken Bildungs- und Freizeitwerk NRW e.V.
Kinder und Jugendliche sind Expert*innen, Erforscher*innen und Mitbestimmer*innen in ihrer Erfahrungswelt. Eben jene Möglichkeiten der Teilhabe und der Mitbestimmung müssen immer wieder neu ausgehandelt und an die gesellschaftlichen, umweltlichen und auch politischen Veränderungen angepasst werden. - Sarah Löhl Projektkoordinatorin "Vielfalt - Wir leben sie 2020!"
Durch die Partizipation in der OKJA werden die Interessen der Besucher*innen ernst genommen und es können gemeinsam passende (wünschenswerterweise nachhaltige) Angeboten und Aktionen entstehen. - Marleen Beutner Projektkoordinatorin "Wir machen das!"
Ohne Partizipation der Kinder und Jugendlichen wären viele Aktionen und Projekte nicht möglich. Das bedeutet für die pädagogischen Wegbegleiter, dass sie die Partizipation der Kinder Jugendlichen zulassen, stärken und fördern. - Timm, LifeHouse Stemwede

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