Teilnehmende Einrichtungen

Das Projekt

„Partizipation hat noch nie so viel Spaß gemacht!“ – so lautete eine der Rückmeldungen der Teilnehmer*innen auf die Frage nach einem Feedback zum Kick Off Projekt „Partizipation in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Zeitalter der Digitalisierung“ der AGOT-NRW. Durch diese und viele weitere Rückmeldungen zum Themenkomplex der Mitbestimmung und Teilhabe in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wird deutlich: Partizipation findet statt! Dabei hat Partizipation viele unterschiedliche Formen und Voraussetzungen. Daran setzt das aktuell entworfene Hauptprojekt an, denn, auch das zeigte das Vorprojekt erneut: die OKJA eignet sich besonders gut für das vielfältige Spektrum des Strukturmerkmals der Partizipation.
Mit dem nachfolgenden Hauptprojekt "Wir machen das - grenzenlos!" wollen wir an einem Setting arbeiten, dass Partizipation keine Grenzen setzt und Partizipation wieder fest und bewusst als Strukturmerkmal in der alltäglichen Arbeit verankert. Der Rahmen des Projekts bildet eine praxisbegleitende und konzeptionelle Beratung. Diese wird mit Hilfe der Ergebnisse aus dem Vorprojekt aufbereitet sowie durch weitere, noch zu entwickelnde Materialien ergänzt. Angeboten und durchgeführt wird die Beratung durch die AGOT-NRW e.V. Die Beratung richtet sich an Fachkräfte in den Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Der Maßstab sind dabei die Jugendlichen in den Einrichtungen. Sie bekommen Möglichkeiten, die verschiedenen Schritte mitzubestimmen und den Prozess dadurch aktiv mitzugestalten. Das Kernelement ist die Neujustierung von Partizipation in der OKJA.

Ziele

Durch diese Herangehensweise möchten wir erreichen, dass Partizipation wieder ganz bewusst von den Akteur*innen in den Einrichtungen als Merkmal strukturell verankert wird. Dies soll gelingen und über das Projekt hinauswirken, durch:

 

  • Die Verwendung und den Einsatz von nachhaltigen Methoden. Die Methoden können z.B. in Form von digitalen Tools (ePartizipation) gestaltet sein. Zudem sollen sie NRW-weit, d.h. auch Einrichtungen der OKJA, die nicht aktiv am Hauptprojekt teilnehmen, bereitgestellt werden.
  • Ansätze, die individuell und bedarfsgerecht entwickelt sind.
  • Die Einbindung junger Menschen. Sie können eigenen Input und Erfahrung mit einbringen und diese im Projektverlauf reflektieren lernen. Im Fokus steht dabei vor allem dass sie den Prozess von Entscheidungsfindungen verstehen sowie den eigenen Entscheidungsfreiraum kennen lernen.
  • Die stärkere Vernetzung der verschiedenen Akteur*innen und Ebenen des Projekts.
  • Das Kennenlernen und Verdeutlichen der unterschiedlichen Zielbestrebungen der verschiedenen Akteur*innen und Ebenen des Projekts.
  • Die Förderung und Ermöglichung der aktiven Teilhabe im Sozialraum.
  • Das gemeinsame Verständnis innerhalb der AGOT-NRW sowie der Projektakteur*innen, Partizipation als Gesamtaufgabe zu verstehen und zu integrieren.
  • Die Mitnahme des Themas in Netzwerke, Regionaltreffen und Fachdiskussionen sowie Veröffentlichungen. Weiterhin sollen Ergebnisse und Erkenntnisse des Projekts in die Fläche und damit in die öffentliche Kommunikation getragen werden.
  • Die Bestrebung das Demokratieverständnis zu fördern und aufbauend darauf demokratische Strukturen zu verankern.

 

"Das Projekt trifft den Nerv der Zeit. Denn gerade in diesem Jahr wurde an uns häufig die Frage herangetragen: "Wie können Kinder und Jugendliche mehr gehört werden?". Das Projekt bietet diesbezüglich eine unterstützende Plattform im Themenbereich Partizipation." - AK "Wir machen das"
"Die Kick OFF Veranstaltung war für mich eines der Highlights des Jahres 2019" - Teilnehmer Kick Off Veranstaltung

Projektbegleitung durch junge Menschen

Die Jugendlichen geben den Ton an. Sie sind die „Macher“, damit Partizipation strukturell in ihrer Einrichtung bewusster erlebbar werden kann. Sie sind ein wichtiger Teil der Analyse zur Überprüfung der Ist-Situation. Die Herausforderung besteht darin, dass die Akteur*innen in den Einrichtungen - Fachkräfte, Ehrenamtliche und Jugendliche - gemeinsam die Themen herausfiltern, an denen gearbeitet werden soll. Dies ist die Basis, um daraus Handlungen abzuleiten, die dann gemeinsam umgesetzt werden. Durch diesen transparenten Prozess ist es möglich, Partizipation gemeinsam im Haus zu gestalten. Die Bausteinelemente werden als Hilfsmittel zur Umsetzung angewandt, die durch eigenes Einbringen der Jugendlichen mitgestaltet werden können. Ziel ist, dass es durch eine stetige Reflexion - nicht zuletzt die des Partizipationsverständnisses – gelingt, das Gesamtprojekt durch Jugendliche zu begleiten.

Fachkräfte der Einrichtungen

Die Fachkräfte verstehen sich als Anwälte der Jugendlichen und sind die Garanten für die Umsetzung der einzelnen Projektschritte in ihrer Einrichtung. Durch eine Zusammenarbeit der Fachkräfte vor Ort und der AGOT-Fachreferent*innen wird eine bedarfsgerechte Analyse der Einrichtung durchgeführt. Die Fachkräfte arbeiten mit den AGOT-Fachreferent*innen gemeinsam an der Entwicklung und Anwendung der Bausteine in der Einrichtung. Durch die Verwendung der verschiedenen Bausteine werden sie immer wieder ihr eigenes Rollenverständnis überprüfen. Im Fokus steht das Verständnis der Fachkraft, `Partizipation als Haltung` zu verstehen. Fachliches Know-how sowie Kompetenzaneignungen für Fachkräfte sollen durch bedarfsgerechte Lernmodule gefördert und bereitgestellt werden.

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